Taping (Kinesio-Taping)

Der Begriff Kinesio-Taping setzt sich zusammen aus „Kinesis” = griechisch für „Bewegung” und „Taping” = englisch für „mit einem Band befestigen”. Dies wurde in den 70er Jahren in Japan entwickelt.

Das Kinesiotape ist ein elastisches Baumwollband mit einer Acryl-Klebeschicht, das wärmeaktiv (Reibung/Wärme), und wirkstofffrei und latexfrei ist. Es ist 130-140% dehnbar, Es hat dieselbe Elastizität und Dicke hat wie die menschliche Haut. Dadurch passt sich das Tape gut an jede natürliche Bewegung des Körpers an.
Es kann 4-7 Tage auf der Haut belassen werden. Außerdem ist es wasserfest und man kann damit duschen.

Durch das Kinesiotape kann ein körpereigener Heilungsprozess stimuliert werden, indem es Unterstützung und Stabilität bietet, ohne dabei die Beweglichkeit zu beeinflussen. Der Tapeverband entfaltet seine Wirkung erst bei Bewegung (Kinesio!).

Wirkweise:

  • Es wird über vorgedehnte Muskel- oder Gelenkzonen geklebt. Wird dann der Muskel oder das Gelenk bewegt, bleibt die Haut am Tape haften, wodurch es zu einer permanenten Verschiebung der Haut gegen die Unterhaut kommt.
  • Dadurch werden die darunter liegenden Muskel-, Bänder- oder Gelenkareale ebenfalls gereizt und zusätzlich die Lymphe angeregt, was den positiven therapeutischen Effekt bewirkt.
  • Entscheidender Zusatznutzen des Kinesio-Taping: Weil der Schmerz oft sofort nachlässt, werden Schonhaltungen und Folgeprobleme wie Verspannungen vermieden.

Hierin liegt auch der therapeutische Unterschied zum starren Verband der Schulmedizin, der nur über die Ruhigstellung wirkt.

Anbringen des Tapes:

  • Muskeln und Gelenke werden in gedehnte Position gebracht,
  • anschließend wird das Tape auf der Haut angebracht. So behält der Körper die vollständige Bewegungsfreiheit.
  • Sobald der Körper(teil) in eine entspannte Position zurückkehrt, hebt das Tape die Haut ein wenig an. Dies kann sehr gut anhand der Wellen des Tapes beobachtet werden. Diese werden Convolutions genannt. Durch die Convolutions entstehen Freiräume zwischen der Ober- und Unterhaut, wo zahlreiche Rezeptoren von Nerven, Blut- und Lymphgefäßen liegen.
  • Auf der äußersten Hautschicht (der Superfasziale) befinden sich 85 % der Schmerzsensoren. Durch das Tape wird das schmerzstillende System aktiviert. Der Schmerz vergeht, wodurch der Patient sich wieder besser bewegen kann und die ursprüngliche Muskelfunktion wieder eintreten kann.

Wie geht es los?

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